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Sehfähigkeit im Alter

Altersbedingte Makuladegeneration

Die Makuladegeneration ist die häufigste Ursache für Sehstörungen ab dem 50zigsten Altersjahr. Im Alter von 75 Jahren ist jede dritte Person von dieser Augenkrankheit betroffen. Sie führt zwar nicht zur Erblindung, schränkt jedoch das Sehvermögen massiv ein. Es ist daher äusserst wichtig, sie frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

Die Makula ist das Zentrum der Netzhaut (Retina) und als etwa zwei Millimeter grosser gelber Fleck auf der Rückseite des Augeninneren zu erkennen. Ihre Zellen bestehen aus Stäbchen und Zapfen, die das einfallende Licht in Nervensignale umwandeln und über den Sehnerv ins Gehirn weiterleiten. Die Stäbchen

ermöglichen das Schwarz-Weiss-Sehen nachts und in der Dämmerung, die Zapfen das Sehen von Farben.

Auf der Makula ist die Sehschärfe am höchsten. Sie ist wichtig für das Fixieren von Gegenständen und das genaue Erkennen von Details. Lesen, feine Arbeiten ausführen und Gesichter erkennen, all dies hängt wesentlich von einer intakten Makula ab. Das Zusammenspiel der Makulabereiche vom linken und rechten

Auge ist zudem wichtig für das räumliche Sehen.

 

Intensiver Stoffwechsel

Für ihre Aufgabe ist die Makula auf eine intensive Versorgung mit Nährstoffen angewiesen. Kein anderes Organ verbraucht so viel Energie pro Zelle wie das Auge. Feine Blutgefässe sorgen sowohl für die Zufuhr wie für den Abtransport der Stoffwechselprodukte. Mit zunehmendem Alter kommt es zu Ablagerungen unter der Netzhaut. Dies führt zu Funktionsverlusten und langfristig unter Umständen zur Zerstörung der Makula, zur Makuladegeneration. Sinneszellen gehen zugrunde, das Sehvermögen nimmt ab. Typische Symptome sind ein grauer Fleck im Zentrum des Blickfelds, gerade Linien erscheinen verbogen, Gesichter werden nicht mehr richtig erkannt, das Lesen wird schwierig und es fällt schwer, einen Gegenstand zu fokussieren.

 

Unterschiedlicher Verlauf

Man unterscheidet zwei Arten der Makuladegeneration, abgekürzt AMD (altersabhängige Makuladegeneration): die trockene, langsam eintretende AMD und die feuchte, meist schneller  fortschreitende AMD. Bei der häufiger auftretenden trockenen AMD werden Stoffwechselprodukte in der Makula abgelagert, was zu einer langsamen Sehverschlechterung führt. Bei der feuchten, oft rasch erlaufenden AMD wachsen krankhaft veränderte Blutgefässe in die Makula. Flüssigkeit sammelt sich an, und es kommt zu Narbenbildungen, die in kurzer Zeit zu einer erheblichen Verschlechterung der Sehkraft führen. Die Ursachen der Makuladegeneration sind nicht geklärt. Man vermutet, dass mehrere Faktoren zusammenkommen müssen, um eine AMD auszulösen. Möglicherweise spielen auch die genetische

Veranlagung und Umweltfaktoren, wie UV-Licht, Rauchen und die Ernährung eine Rolle.

 

Behandlung

Die Makuladegeneration lässt sich zum heutigen Zeitpunkt nicht heilen. Die Behandlung zielt darauf ab, das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen. Bei der trockenen AMD werden Vitaminpräparate, die das Auge schützen sollen, eingesetzt. Bei der feuchten AMD gibt es mittlerweile Behandlungsmöglichkeiten,

die den Verlauf stabilisieren, indem sie die Bildung der krankhaften Blutgefässe im Bereich der Makula und die Ansammlung von Flüssigkeit unterbinden.

 

Vorbeugen lohnt sich

Wichtig ist, bei Anzeichen von Sehstörungen jeglicher Art einen Arzt aufzusuchen, denn die AMD bringt grosse Einschränkungen auf die Lebensqualität mit sich. Alltägliche Verrichtungen wie Lesen, Fernsehen, Einkaufen, Autofahren werden mit fortschreitender Erkrankung schwierig oder gar unmöglich. Es lohnt sich, den Organismus frühzeitig mit ausreichend Vitaminen zu versorgen und sich generell ausgewogen zu ernähren. Ein besonderes Augenmerk ist dabei auf die beiden Carotinoide Lutein und Zeaxanthin zu legen. Sie wirken im Auge wie eine innere Sonnenbrille, indem sie schädigendes UV-Licht herausfiltern, und sie tragen durch ihre antioxidative, zellschützende Wirkung zur Gesundheit der Makula bei. Besonders hohe Konzentrationen der genannten beiden Carotinoide kommen in Kohl, Spinat, Paprika, Gurken, Mais, Karotten, Tomaten und Eigelb vor. Aus der Tagetesblüte werden industriell die beiden Carotinoide gewonnen, die in verschiedenen Produkten, die der Vorbeugung dienen, eingesetzt werden.

Weiter spielen Betacarotin, Vitamin C und Zink eine wichtige Rolle bei der Prävention. Ungesättigte Fettsäuren, insbesondere die Omega-3-Fettsäure DHA, halten die Zellmembranen beweglich und schützen das Auge vor oxidativen Schädigungen.